Klima: Risiken und Chancen

Die Familiengesellschafter sind sich einig: die Wegbereiter Gruppe strebt weiterhin den 1,5 Grad Celsius Pfad an, auch wenn wir als Gesellschaft wahrscheinlich einen “overshoot” bewältigen müssen. Das Pariser Klimaabkommen 2015 war sich einig, die Meteorologen und Physiker sind sich weiterhin einig, wir müssen eine über 1,5 Grad Celsius hinausgehende Erwärmung der Erde vermeiden. Die politischen Diskussionen drehen sich nicht um die Grundsätzlichkeit, sondern um die Art und Weise, wie wir uns diesem großen gesellschaftlichen Umbau annähern. Wo stehen wir Wegbereiter? Wie gehen wir mit den Risiken und Chancen der Herausforderung “Klima” um? 

Im Nachhaltigkeitsbericht 2026 (Basis 2024) haben wir die Informationen im VSME Standard aufbereitet. 

VSME Bericht | Projektleiterin Doris Köhler | 2026

Nachhaltigkeitsbericht 2026 (Basis 2024) 

Plakat - Save our Soils

Rettet die Böden 

  • natürlicher Bodenaufbau
  • Bodenverbesserung
  • smarte Bodennutzung
  • offene Oberflächen 

Unsere Motivation

Die Geologen wissen: Wir müssen das Klima nicht schützen, die Erde gleicht das selbst aus. Sie hat schon wesentlich größere Temperaturschwankungen überstanden. Vielmehr geht es um die Frage, wie wir Menschen uns bestmöglich auf die Veränderungen vorbereiten können und wie wir diese gut überstehen. Für uns als Organisation geht es um unterschiedliche Interessenspartnern mit teilweise stark divergierenden Interessen.

Schutz der Menschen

In der dynamischen Gefährdungsbeurteilung unserer Baustellen ist Starkregen, Hitze & Co verankert. Im Startgespräch zwischen Bauleiter und Teamleiter wird mit der Baustelleneinrichtung das Risiko von Fließwasser im Starkregenereignis aufgrund der Starkregengefährdungskarten der jeweiligen Kommune genau angesehen. Das Baufeld und die umleigenden Anwohner werden bspw. durch umlaufende Gräben und Wälle für die Extremwetter Ereignisse der Bauzeit geschützt. 

Mehrfachnutzen

Starkregenschutz kann Effekte für die Wärme- und Kälteversorgung bringen. Ausprobiert haben wir es am eigenen Stammhaus in Öhringen: Flächenkollektoren unterhalb der Rigolen bringen zusätzliche Vorteile. Wasserrückhalt und Wärme-/Kältegewinnung. 

Informationen

Wir möchten Win-Win-Win schaffen. Wenn wir die Transition bewältigen, schafft das eine zukunftsfähige Organisation mit Vorteilen für unsere Mitarbeitenden. Begeisterte Menschen bringen sich ein und wir gestalten miteinander die künftigen Rahmenbedingungen. Diese ermöglichen effiziente Abläufe und kostengünstige, wirtschaftliche Prozessabwicklung was wiederum begeisterte Kunden gerne für ihre Bedarfe nutzen.

Diese komplexe Wirkfähigkeit möglichst einfach und verständlich zu kommunizieren ist unser Ziel. Hierfür haben wir eine Zusammenarbeit mit right.based-on-science und der Kommunikationsagentur Kirchhoff begonnen. 

Bei trübem Wetter stehen vier orange Container auf der Baustelle, der vordere trägt das Wegbereiter-Logo. Der Werkzeugcontainer ist offen, mit Schläuchen, Seilen und einem Eimer. Ein rotes Auto steht neben dem Doka, auf dem eine Metallkiste liegt. Schwarze Rohre und ein gesetzter Schacht sind zu sehen, ebenso L-Steine und Absperrungen im Hintergrund.

Umwelt | Environmental

Die Zahlenbasis 2024 liefern die Klimabilanzen der drei Standorte Schneider Öhringen, Schneider Bau Heilbronn und Konrad Bau Lauda-Königshofen. 

  • Die direkten Emissionen (Scope 1) entstehen hauptsächlich aus dem Einsatz von fossilen Energieträgern in unseren mobilen Baumaschinen. Wir nutzen zunehmend HVO als Interimslösung und entwickeln das Konzept für die Elektrifizierung unserer Antriebe (Transition). 
  • Scope 2 konnte um 50% reduziert werden. Wir beziehen ab 2025 100% Ökostrom und Ökogas, nur die Baustellenversorgung wird teilweise noch durch herkömmlichen Strommix versorgt. 
  • Scope 3 macht den Großteil unserer Emissionen aus. Im Gespräch mit den Nachunternehmen und Lieferanten entwickeln wir für die einzelnen Projekte Ansätze zur Reduzierung von CO2e.
  • Vermiedene Emissionen (Scope 4) sind ein wichtiger Ansatz. Die Kreislaufwirtschaft der eingesetzten und entstehenden Materialien betrachten wir intensiv. Der Einsatz von Pflanzenkohle als CO2 Senke ist eine faszinierende Möglichkeit, die noch mehr Forschung und Entwicklung braucht. 
neue Kollegen schulen

Soziales

Unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Bedürfnissen und uneinheitlicher Betriebszugehörigkeit, ethnischen Wurzeln aus allen Herren Ländern und sprachlicher Qualifikation vereinen sich zu den WEGBEREITERN. Zeitgleich fordert die Digitalisierung Fähigkeiten und Kenntnisse in neuen Bereichen, verschärfte technische Randbedingungen erfordern bewußten Umgang mit Ressourcen und Techniken. Bessere Technik macht aus Mist nichts gutes. Die handwerklichen Fertigkeiten müssen beherrscht werden, ob in der Verwaltung oder auf den Baustellen.

Wissenaufbau und -vermittlung, offene digitale Informationsstrukturen und niederschwellige Schulungen vereinen sich unter dem Dach der seit 2016 bestehenden Wegbereiter Akademie. Die auffällige Anzahl der Weiterbildungsstunden wird auf den Baustellen spürbar. Die Wegbereiter haben eine immense Lösungskompetenz, können in den alltäglichen praktischen Herausforderungen die moderne Technik mit einer spielerischen Sicherheit anwenden. Neue Kollegen werden gezielt geschult und auf den gleichen Stand gebracht. 

Führung Wegbereiter Gruppe

Führung | Governance

Der geplante Übergang der Nachfolge Eberhard und Doris Köhler wurde formal zum 1.1.2026 in der Form von drei zusätzlichen Geschäftsführern verbindlich. 

Zunehmend präsentieren sich die Wegbereiter auf Nachhaltigkeitsplattformen wie bspw. my ESG Creditreform, SAQ 5.0 der Supplier Assurance oder CDP. Die politische Absicht des EU Industrial Deals mittels des VSME Standards die Betriebe von den unterschiedlichen Ansprüchen der internationalen Firmen zu entlasten zeigt sich nur zögerlich. 

Stand 10.06.2026 haben wir unseren Referenzpunkt für die Schneider Holding als Dachgesellschaft ermittelt. Wenn wir keine weiteren Maßnahmen ergreifen, läge unsere Klimawirkung bei 2,8 Grad Celsius. Damit liegen wir etwas unter unserem Sektorenmedian von 3,1 Grad Celsius. Unser Ziel ist eine 1,5 Grad Celsius Klimawirkung zu erreichen. Dies wird unseren Transitionsplan begründen.