Künzelsau

Rückbau Mustang-Areal

PLZ
74653
Bausumme
740.000 EUR
Zeitraum
03/2020 - 09/2020
Leistungen
Abbruch/Rückbau von Gebäuden, Sanierung von Altlasten

In der Innenstadt von Künzelsau liegt das Mustang-Areal.

Dieses besteht aus ehemaligen Verwaltungs- und Produktionsgebäuden des Jeans- und Modehändlers MUSTANG, welcher dort bis zu seinem Umzug Ende 2019 ansässig war. Die attraktive Lage im Stadtkern von Künzelsau soll neu bebaut werden. Es entstehen Wohnungen und Einzelhandelsflächen. Um den nötigen Platz für die geplante Bebauung zu schaffen wurden wir mit dem Rückbau des ca. 6.500m² großen Areals und den darauf befindlichen Gebäuden mit über 40.000m³ umbauten Raum beauftragt. Mit Unterstützung durch ein Partnerunternehmen werden wir den Auftrag innerhalb einer Bauzeit von 6 Monaten ausführen. Vor dem Beginn der maschinellen Abbrucharbeiten mit modernen Großgeräten sind umfangreiche Entkernungs- und Schadstoffsanierungsarbeiten durchzuführen.

Bei den Rückbauarbeiten sind im Zuge der Entkernung der Gebäude mehrere Bereiche mit asbesthaltigen Materialien (z. Bsp. Bodenbeläge, Wandverkleidungen, Bodenkleber, Spachtelmassen) zu sanieren. Die Arbeiten mit asbesthaltigen Gefahrstoffen werden entsprechend dem Regelwerk TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe) ausgeführt. Die Materialien werden von Mitarbeitern mit geeigneter PSA ausgebaut, in spezielle Big-Bags verpackt und gesondert entsorgt.

Um anderes Personal und nichtbelastetet Gebäudebereiche zu schützen, werden die Ausbaubereich abgeschottet (Schwarzbereiche). Durch raumlufttechnische Anlagen (Unterdruck) und Mehrkammer-Schleusen wird sichergestellt, dass keine schädlichen Asbestfasern austreten können.

Nachdem die asbesthaltigen Materialien ausgebaut wurden, erfolgt eine Freimessung, welche sicherstellt, dass in der Raumluft keine Fasern mehr vorhanden sind.

Danach wird der „Schwarzbereich“ abgebaut und der maschinelle Gebäudeabbruch kann erfolgen.

Baufeld freiräumen

Das Verwaltungsgebäude ist abgebrochen, das Walmdachgebäude ebenfalls. Im Kantinengebäude ist die Asbestsanierung abgeschlossen. Das Betonmaterial des Kantinengebäudes wird separat gelagert. Kontinuierlich werden alle schadstoffbelastete Baumaterialien dokumentiert (Rückbauprotokolle) und überprüft. Dabei wird insbesondere auf Asbest, Künstliche Mineralfasern (KMF), Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sowie Polychlorierte Biphenyle (PCB) geachtet.

Dem Schutz der Mitarbeiter wird hohen Wert gegeben. Die Gefährdungsbeurteilungen werden mit der jeweiligen Mannschaft angesprochen.