Azubi berichtet

Bauzeichner Azubi auf Asphaltbaustelle

Montagmorgen 4:30 Uhr klingelte mein erster Wecker, zwei Stunden früher als ich es normalerweise gewohnt bin. Um 5:15 Uhr wurde ich abgeholt. Zuerst ging es zum Bauhof, um die letzten Arbeitsmaterialien abzuholen. Danach machten wir uns auf den Weg Richtung Kitzingen um das Deckenlos einzubauen. Geplanter Einbaubeginn war 6:30 Uhr, aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse begannen die Arbeiten jedoch zwei Stunden später.

Angesichts von Fahrbahnschäden ließ das Staatliche Bauamt Würzburg die Fahrbahndecke der Bundesstraße 8 zwischen Kitzingen und Mainbernheim auf einer Länge von 2100 Metern erneuern.

Von mehreren 4-Achser aus wurde der 170 Grad heiße Asphalt in einen Beschicker gekippt und anschließend über ein Förderband abwechselnd in einen der zwei Asphaltfertiger geleitet. Die Asphaltfertiger bauten das Mischgut ein und verdichteten es vor. Anschließend übernahmen Vibrationswalzen die Nachverdichtung.

Zu meinen Aufgaben auf der Baustelle zählten unter anderem:

  • das Einsammeln von Lieferscheinen
  • das Messen der Mischguttemperatur jedes Lieferscheins und diese dann zu dokumentieren
  • das Erstellen eines Soll-Ist-Vergleichs alle 100 Meter, denn nur 5% Mehreinbau werden vergütet
  • und das Entnehmen von Asphaltproben

Baustellenpraktika sind Teil einer Bauzeichner Ausbildung. Aus diesem Grund war ich die ganze Woche mit der Asphaltkolonne unterwegs und konnte vieles mitnehmen. Ich habe gelernt wie der Handeinbau funktioniert, wie das TOK-Band richtig eingebaut wird, wie Schächte saubergemacht werden, Kanten abgehackt werden und sogar den Asphaltfertiger durfte ich bedienen.

Für mich war es eine sehr lehrreiche Woche, die mir viel Spaß bereitet hat und ich bedanke mich herzlichst bei der Asphaltkolonne für die Zeit. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr!