Auenland, Bad Mergentheim

Kelten im Taubertal

Wenn der Bagger in den Boden beißt, findet er die Vergangenheit. Das Leben unserer Vorfahren hat Spuren hinterlassen. Häufig finden wir dabei umweltrelevante Hinweise. Böden enthalten das, was unsere Vorgänger hinterlassen haben. Abfälle oder Reste von Baulichkeiten. Im Auenland sind diese Spuren besonders alt: Kelten haben auf dem jetzt geplanten Baugebiet gelebt. 

ADW Archäologische Dienstleistungen Wolff arbeitet im Auftrag des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg. "Wir dokumentieren alle Hinweise. Wenn die Untersuchung abgeschlossen ist, gibt es auf diesem Gebiet keine archäologischen Befunde mehr.", fasst Sarah Wolff die Arbeit ihres Teams zusammen.

Bad Mergentheim | Bauleiter: Marleen Stauch | Teamleiter: Armin Baußenwein | Ausführung 2020

Keramik aus dem Auenland

keltische Funde

Keramik aus dem Auenland

Auf dem einen Bild sind Spinnwirtel und Keramik mit einem sogenannten Graphit-Auftrag zu sehen – letzterer wird aufgebracht, damit die Keramik glänzt und damit die (sehr teuren) Metallgefäße imitiert.

Foto und Text: ADW Archäologische Dienstleistungen Wolff, Lauda

Keramik aus der Bronzezeit

Urnenfelderzeit

Keramik aus der Bronzezeit

Auf dem anderen Bild ist urnenfelderzeitliche Keramik zu sehen, die ist um einiges älter. Die Urnenfelderzeit gehört noch zum Ende der Bronzezeit, wohingegen die Kelten zur Eisenzeit gerechnet werden. Hierbei handelt es sich um eher dickwandige Scherben von großen Vorratsgefäßen, die mit einer Fingertupfenleiste verziert sind. Bei der gelochten Scherbe handelt es sich um ein trichterförmiges Siebgefäß, das wahrscheinlich zur Käseherstellung verwendet wurde. Diese Scherben sind etwa 2.800 Jahre alt.

Foto und Text: ADW Archäologische Dienstleistungen Wolff, Lauda

Kegelstumpfgrube

Heimat-Kulturverein Oberlauda | Verein Dubra-Kelt Lauda

Siedlungsverhalten im Taubertal

Die Fränkischen Nachrichten berichten am 28. September 2020 vom Treffen der beiden Vereine, die in einem Gesamtkontext die Besiedlungsgeschichte verstehen wollen. Dabei können sie auf 160 Jahre archäologische Aktivitäten in Lauda-Königshofen zurückgreifen.

Fränkische Nachrichten